- „Wir bieten besondere
- Architektur in
- aufstrebenden Gegenden“
-
Hans Jörg Ulreich, Geschäftsführender Gesellschafter der Ulreich Bauträger GmbH, über den anhaltenden Trend beim Dachausbau und die Sanierung von Gründerzeithäusern in spannenden Grätzeln.
Wo liegen für Sie als Bauträger Ihre Schwerpunkte?
Mehr als 35.000 Häuser in Wien stammen aus der Zeit vor 1914, der sogenannten Gründerzeit. Also genug zu tun für die nächsten Jahre! Die Bewohner dort heizen oft noch mit Öl, Koks und alten Einzelbrandöfen. Sogar Gasflaschen habe ich schon stehen gesehen! Hinsichtlich Energieverbrauch und Feinstaubbelastung sind das wahre Dreckschleudern. Trotzdem werden nicht einmal mehr 80 dieser Häuser jährlich saniert.
Was sind die Ursachen?
Anfang des Jahres wurden zwar die Förderungen erhöht, aber solange man als Förderungsbedingung den entschädigungslosen Abriss von einem Drittel des Hauses verlangt, darf man sich nicht wundern, wenn die Sanierungsrate dramatisch sinkt. So werden die Klimaziele nie erreicht werden!
Welche Bezirke liegen derzeit im Trend, welche haben künftig Potenzial?
Sehr begehrt und daher auch überteuert sind der 7. und 8. Bezirk. Wir haben mit großem Erfolg Projekte im 15. und
16. saniert, zuletzt ein Haus in der Nähe des Brunnenmarktes, der gerade von der Stadt saniert wird. Dank der medialen Berichterstattung interessieren sich die Menschen für diese Wohngegend. Ähnlich sind die Voraussetzungen bei unserem aktuellen, nahe dem Westbahnhof gelegenen Projekt. Dort werden die Geleise durch Rückbau reduziert, und so entsteht ein interessantes Stadtentwicklungsgebiet. Das Viertel wird mittelfristig stark aufgewertet. Lange vor Baubeginn waren bereits alle Wohnungen vergeben. Wenn man gut durchdachte Grundrisse mit großen Terrassen und herrlichem Blick über Wien sowie die UBahn vor der Haustür anbieten kann, ziehen die Menschen auch in eine derzeit noch weniger schicke Gegend.
16. saniert, zuletzt ein Haus in der Nähe des Brunnenmarktes, der gerade von der Stadt saniert wird. Dank der medialen Berichterstattung interessieren sich die Menschen für diese Wohngegend. Ähnlich sind die Voraussetzungen bei unserem aktuellen, nahe dem Westbahnhof gelegenen Projekt. Dort werden die Geleise durch Rückbau reduziert, und so entsteht ein interessantes Stadtentwicklungsgebiet. Das Viertel wird mittelfristig stark aufgewertet. Lange vor Baubeginn waren bereits alle Wohnungen vergeben. Wenn man gut durchdachte Grundrisse mit großen Terrassen und herrlichem Blick über Wien sowie die UBahn vor der Haustür anbieten kann, ziehen die Menschen auch in eine derzeit noch weniger schicke Gegend.
Aber es heißt doch, dass der Zinshaus-Boom schon vorbei ist.
Die überhitzte Phase geht tatsächlich zurück, ebenso die Baukosten. Aber der Wohnungsmarkt in Wien war nie überhitzt wie in anderen Städten.
Die überhitzte Phase geht tatsächlich zurück, ebenso die Baukosten. Aber der Wohnungsmarkt in Wien war nie überhitzt wie in anderen Städten.
Sie gelten als Spezialist für Dachausbauten. Ist der Trend zum Wohnen im Dach ungebrochen?
Ja, die Nachfrage übersteigt das Angebot. Statt nur ein bisschen Kosmetik zu betreiben, sanieren wir gründlich vom Keller bis zum Dach. Großes Augenmerk legen wir auch auf die sonst oft stiefmütterlich behandelte Sockelzone. Repräsentative Eingänge, grüne Höfe und sinnvolle und zeitgemäße Nutzung für die Flächen im Erdgeschoß sind auch städtebaulich sehr wichtig.
Ja, die Nachfrage übersteigt das Angebot. Statt nur ein bisschen Kosmetik zu betreiben, sanieren wir gründlich vom Keller bis zum Dach. Großes Augenmerk legen wir auch auf die sonst oft stiefmütterlich behandelte Sockelzone. Repräsentative Eingänge, grüne Höfe und sinnvolle und zeitgemäße Nutzung für die Flächen im Erdgeschoß sind auch städtebaulich sehr wichtig.
Beinhaltet das auch eine Sanierung auf dem Energiesektor?
Ja, wir bringen Gründerzeithäuser auf Niedrigenergie-Standard. Dafür haben wir im Vorjahr auch mehrere Preise wie den „Energy Globe Award“ oder den „Ethouse Award“ gewonnen. Eine Studie der Raiffeisen Bausparkasse weist außerdem nach, dass sich ein Gründerzeithaus, das vor der Sanierung einen Heizwärmebedarf von 150 kWh aufweist, mit einem wirtschaftlich vernünftigen Aufwand unter 50 kWh drücken lässt.
Ja, wir bringen Gründerzeithäuser auf Niedrigenergie-Standard. Dafür haben wir im Vorjahr auch mehrere Preise wie den „Energy Globe Award“ oder den „Ethouse Award“ gewonnen. Eine Studie der Raiffeisen Bausparkasse weist außerdem nach, dass sich ein Gründerzeithaus, das vor der Sanierung einen Heizwärmebedarf von 150 kWh aufweist, mit einem wirtschaftlich vernünftigen Aufwand unter 50 kWh drücken lässt.
Die Altmieter bleiben bei einer Sanierung aber noch im Haus?
Ja. Bei unserem Projekt in der Märzstraße wurden etwa nur zwei Wohnungen neu vermietet, alles andere sind unbefristete Mietverträge. Die alten Mieter zahlen an der Generalsanierung mit, aber moderat, durch Förderungen.
Ja. Bei unserem Projekt in der Märzstraße wurden etwa nur zwei Wohnungen neu vermietet, alles andere sind unbefristete Mietverträge. Die alten Mieter zahlen an der Generalsanierung mit, aber moderat, durch Förderungen.
Berücksichtigen Sie die Wünsche der Käufer oder Mieter?
Ganz genau. Es können Grundrisse verändert, Ausstattung und Detailwünsche berücksichtigt werden. Die Architektenberatung, bis zu den Möbeln, ist in den Kosten inkludiert.
Ganz genau. Es können Grundrisse verändert, Ausstattung und Detailwünsche berücksichtigt werden. Die Architektenberatung, bis zu den Möbeln, ist in den Kosten inkludiert.
Was kostet der Quadratmeter im Durchschnitt?
2.500 bis 3.000 Euro, schlüsselfertig. Sie bauen auch Vorsorgewohnungen. Merken Sie hier den Trend zur Flucht in Sachwerte? Ja, ganz stark. Wir registrieren dreimal so viel Interesse wie vor einem Jahr.
2.500 bis 3.000 Euro, schlüsselfertig. Sie bauen auch Vorsorgewohnungen. Merken Sie hier den Trend zur Flucht in Sachwerte? Ja, ganz stark. Wir registrieren dreimal so viel Interesse wie vor einem Jahr.
Helfen Sie auch bei der Finanzierung?
Ja, die Käufer können von uns ein Komplettpaket haben. Aber wir vermitteln auch zur Raiffeisen Bausparkasse oder zu den Raiffeisenbanken. Wir finanzieren uns ausschließlich über den Raiffeisen-Sektor. Mir sind die langjährige Partnerschaft und das Vertrauen dort sehr wichtig.
Ja, die Käufer können von uns ein Komplettpaket haben. Aber wir vermitteln auch zur Raiffeisen Bausparkasse oder zu den Raiffeisenbanken. Wir finanzieren uns ausschließlich über den Raiffeisen-Sektor. Mir sind die langjährige Partnerschaft und das Vertrauen dort sehr wichtig.
